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Selbstliebe: Übungen und Tipps, um sich selbst zu lieben

Selbstliebe: Zwei Hände formen ein Herz

Scheint die große Liebe für dich in weiter Ferne? Laugen dich Freundschaften oft einfach nur aus? Und suchst du den Fehler, egal worum es geht, erstmal bei dir? Wenn das so ungefähr auf dich zutrifft, dann gibt es eine Sache, die dir richtig guttun würde: Selbstliebe.

Auch wenn du jetzt erst mal die Augenbrauen hebst, bleib hier und finde raus, wie man Selbstliebe lernen kann und welche positiven Auswirkungen eine gute Beziehung zu dir selbst hat – inkl. Tipps und Übungen!

Was genau ist Selbstliebe eigentlich?

Selbstliebe bedeutet, sich selbst mit allen Ecken und Kanten zu akzeptieren und sich zu lieben, wie man eben ist – an guten wie an schlechten Tagen. Was so klingt wie ein Gelübde an sich selbst, ist die Grundlage einer jeden guten und gesunden Beziehung. Egal ob Freundschaften, familiäre Beziehungen oder Partnerschaften – ohne Selbstliebe klappt nichts davon wirklich gut. Nur wenn du dich selbst lieben und akzeptieren kannst, kannst du auch andere auf eine gesunde und erfüllende Art lieben.

Selbstliebe ist nämlich nicht nur ein Gefühl, sondern vor allem eng mit unseren Handlungen verbunden:

  • Wie redest du mit Menschen?
  • Wie verhältst du dich anderen gegenüber an einem schlechten Tag oder wenn du gestresst bist?
  • Und wem gibst du die Schuld für die schlechten Dinge, die in deinem Leben passiert sind oder passieren?

Oder anders gesagt: Wenn es dir leicht fällt, einer Freundin abzusagen, wenn du zu müde für ein Treffen bist, dann bist du im Reinen mit dir. Du respektierst deine eigenen Gefühle und Entscheidungen und kannst sie auch mitteilen. Wenn dir das jedoch schwer fällt, und du es jedem Recht machen willst, dann fehlt es dir womöglich an Selbstliebe.

Ähnliche Begriffe dafür, die Du vielleicht kennst, sind Selbstannahme, Selbstfürsorge, Selbstachtung, Selbstvertrauen, Selbstakzeptanz  oder Selbstwert.

Dass du gut auf dich achtest, ohne dich dabei schlecht zu fühlen, hat auch viel mit Authentizität zu tun. Dass du dich also zeigst, wie du bist. Ich finde, dass das ebenfalls ein anderes schönes und passendes Wort für Selbstliebe ist. Denn wenn man authentisch ist, dann macht man keinen Hehl aus seiner Person und seiner Persönlichkeit. Kurz gesagt: Steh zu deiner Meinung, deinen Gefühlen und einfach zu dir selbst. Kurt Cobain hat das einmal ganz schön formuliert:

„Jemand anderes sein zu wollen, ist eine Verschwendung deiner eigenen Person.“

Ich weiß, besonders glücklich war der Leadsänger von Nirvana bestimmt nicht, aber mit dieser Aussage hatte er völlig recht: Denn solange man niemandem Leid zufügt, ist jeder Mensch ist ok, genauso wie er ist – also zeig das auch. Denn wer soll dich annehmen und lieben, wenn du es nicht selber tust? Und wieso denken so viele Menschen, dass Selbstliebe etwas mit Selbstsucht und Egoismus zu tun hat?

Was ist Selbstliebe nicht?

Selbstsucht, Narzissmus und Egoismus – das sind alles Begriffe, die man von Menschen hört, die ein völlig verzerrtes Bild von Selbstliebe haben. Aber eine gesunde Selbstliebe bedeutet nicht, dass ich mich selbst überhöhe und über alle anderen Stelle. Oder mich für den großartigsten Menschen halte und nur meine eigenen Rechte und Wünsche sehe.

Selbstliebe bedeutet: Ich bin ok und du bist ok. Ich darf mich um meine Bedürfnisse kümmern und du auch. Ich habe Schwächen und das ist ok. Und du auch.

Erich Fromm, ein berühmter Philosoph des 20. Jahrhunderts, der sich viel mit dem Thema befasst hat, meint sogar, dass Selbstsucht gerade die Folge davon ist, dass man sich selbst nicht genug liebt. Ein gewisser Egoismus ist sogar das Fundament für eine gute Selbstliebe. Viele bezeichnen Selbstliebe deshalb auch gern als gesunden Egoismus.

Man sieht einen zufriedenen Mann
Ein gewisser Egoismus - natürlich in Maßen - ist für die Selbstliebe wichtig.

Auf sich selbst, seine Gefühle, Grenzen und Wünsche Acht zu geben und auch mal „Nein“ sagen zu können, zeichnen diesen gesunden Egoismus aus. Und auch, dir selbst deine Fehler und Macken zu verzeihen und dich trotzdem ok zu finden. Aber wieso tun wir uns eigentlich oftmals schwer damit, uns als Person anzunehmen?

Warum ist sich selbst lieben oft so schwer?

Die Ursache für fehlende Selbstliebe liegt oft in der Kindheit begraben. Manchmal sind Eltern einfach nicht in der Lage, ihre Kinder so bedingungslos zu lieben, wie diese es eigentlich verdient hätten. Und diese prägende Erfahrung kann einen selbst als Erwachsenen dann noch begleiten. Zu wenig Zuwendung, Aufmerksamkeit und Bestätigung von den Eltern führen dazu, dass Kinder sich von den Eltern zurückgewiesen und somit minderwertig fühlen.

Als Folge sucht man im Erwachsenenalter fast zwanghaft nach Bestätigung von außen und ist dabei gleichzeitig immer auf seine eigenen Fehler fokussiert – ein klassischer Teufelskreis entsteht, der von Selbstzweifel bis hin zur Selbstablehnung viele Stationen kennt.

Dieser Teufelskreis wird dann heutzutage auch noch von den sozialen Medien verstärkt, weil man sich dort überall und jederzeit mit unrealistischen „Standards“ konfrontiert sieht.  Am Ende des Tages steht man dann im schlimmsten Fall von Neid zerfressen da und sieht sein eigenes Dasein im schlechtesten Licht.

Zum Glück kannst du aus diesem System aussteigen. Sich selbst lieben zu lernen ist möglich, du brauchst nur das nötige Handwerkszeug dazu  und Geduld und den Wunsch nach einem erfüllteren Leben.

Sich selbst lieben als Eigenverantwortung

Auch wenn im eigenen Leben nicht immer alles rund läuft. Wenn wir enttäuscht werden. Oder wenn wir Fehler machen. Dann liegt es am Ende immer in unserer Hand, wie wir mit solchen negativen Erlebnissen und Gefühlen umgehen. Und du weißt ja bestimmt, dass jeder Mensch das Zeug dazu hat, sein Leben umzukrempeln und es selbstbestimmt zu gestalten. Wir alle können das, wenn wir uns das zur Aufgabe machen.

Dabei hilft eine positive innere Haltung, Eigenverantwortung und das passende Werkzeug in Form von Methoden und Übungen, um deine Selbstliebe zu stärken. Und ja: Das erfordert ein bisschen Kraft und Mut. Aber es winkt ein Leben, wo du in den Spiegel schaust und dir sagen kannst: „Hey, du bist ok. Ich mag dich, wie du bist. Trotz deiner kleinen Fehler und Schwächen.“  Glaub mir, das weiß ich aus Erfahrung. Und was ich auch weiß, ist, dass Selbstliebe die Grundlage für ein gutes und erfülltes Leben ist.

Glückliche Frau im Garten
Es gibt verschiedene Übungen und Methoden, mit denen du die Liebe zu dir selbst stärken kannst.

Nur du weißt, was für dich selbst richtig und gut ist. Nur du allein bestimmst deinen Selbstwert.  Unabhängig davon, was andere denken und für richtig halten: Nur dein innerer Kompass zählt. Auch wenn der Weg manchmal lang ist und du dich vielleicht in kleinen Schritte bewegst: Du kannst dich selber lieben lernen.  Und die  folgenden 7 Übungen und Tipps helfen dir dabei.

Lernen, sich selbst zu lieben: 10 wertvolle Tipps

Nutze die folgenden Tipps, um deiner Selbstliebe einen liebevollen Schubs in die richtige Richtung zu geben. Du weißt ja: Von alleine ändert sich nichts. Auch durch das Lesen dieser Tipps hier ändert sich nichts. Nur indem du etwas tust, ändert sich etwas.

Vielleicht funktioniert das eine oder andere gar nicht, aber gib nicht auf und versuche, dein Bestes zu geben. Sich selbst zu lieben ist ein Prozess, der eben seine Zeit braucht, und das ist völlig ok.

Wie du dieses wundervolle Gefühl also aus dir heraus kitzeln kannst und wie sich selber lieben lernen geht, erfährst du jetzt, Und wenn du gerne ein wenig Hilfe von außen hättest, um dich selbst zu lieben, dann schau doch mal hier vorbei!

Mit Selbstcoaching zur Selbstliebe

Sich selbst zu lieben kann man lernen. Mein Selbstcoaching kann dir dabei helfen.

Und los geht es mit den Tipps und Übungen, die dir helfen in die Selbstliebe zu kommen.

1. Lächele dich an

Beginne zum Beispiel damit, dich im Spiegel anzusehen und dich anzulächeln. Glaube mir, am Anfang wird sich das seltsam anfühlen, aber nach einiger Zeit wird es dir einfacher fallen und du wirst merken, dass diese Übung das Verhältnis zu dir selbst verbessert.

2. Mach Gutes zu deinem täglichen Begleiter

Nimmst dir jeden Tag vor, etwas Gutes für dich selbst zu tun – nur für 15 Minuten. Spazieren gehen, ein Vollbad genießen, ein Bild malen oder eine Gesichtsmaske auflegen und entspannen. Auch das wird am Anfang ungewohnt sein, aber nach einiger Zeit wirst du damit beginnen, dich wohler in Deiner Haut zu fühlen, weil du dich gut um dich kümmerst und dich so viel positiver wahrnimmst.

3. Lass die Vergangenheit hinter dir

Es ist zwar schwer, sich von wirklich schlechten Erlebnissen in der Vergangenheit zu lösen, besonders von denen aus der Kindheit. Trotzdem ist das ein unausweichlicher Schritt hin zur Selbstliebe. Scheu auch nicht davor zurück, mit jemanden darüber zu sprechen und die Dinge aufzuarbeiten.

Manchmal kann es auch helfen, über diese Erlebnisse in einem Tagebuch zu schreiben, um die Erlebnisse zu verarbeiten und sie dann in einem neuen Licht zu sehen.

Glückliches Senioren-Paar
Wer mit der Vergangenheit im Reinen ist, der kann sich selber leichter lieben.

Erst wenn du deiner Vergangenheit versöhnlich gegenüberstehst, kannst du auch dir gegenüber ein besseres Bild entwickeln. Dazu habe ich sogar einen eigenen Beitrag geschrieben, den du dir gleich als neuen Tab öffnen kannst: „Vergangenheit loslassen“.

4. Lerne zu verzeihen!

Sich von schlechten Erfahrungen zu lösen, bedeutet, verzeihen zu können. Sei es, sich selbst einen Fehler zu verzeihen oder den Eltern oder guten Freunden. Nur wer vergeben kann, der kann ohne Ballast in die Zukunft schauen.

Dasselbe solltest du mit deinen eigenen vermeintlichen Fehlern machen, die du glaubst, begangen zu haben: Schwamm drüber und weiter machen sollte deine Devise ab jetzt lauten.

5. Konzentrier dich auf Positives

Wer sich selbst ständig schlecht bewertet, wird auch von anderen eher negativ eingeschätzt. Um positiv wahrgenommen zu werden, musst du also daran arbeiten, wie du über dich selbst denkst.

Hilfreich dabei ist,

  • dir deine bisherigen Erfolge vor Augen zu führen,
  • dir deine Stärken oft zu vergegenwärtigen und
  • dir selbst und deinen Schwächen mit Mitgefühl und Nachsicht zu begegnen.

6. Dankbarkeit hilft bei der Selbstliebe

Sei dankbar für die guten Dinge in deinem Leben, besonders für deine Stärken und was du bereits erreicht hast. Aber auch für einen sonnigen Tag oder für Vogelgezwitscher kannst du dankbar sein. Und das stärkt dein Glücksempfinden.

Was dir wiederum dabei hilft, dich selbst zu lieben. Wenn du lernst, für die noch so selbstverständlichen Dinge Dankbarkeit zu empfinden, heißt das auch, dir und deinem Leben gegenüber positiv eingestellt zu sein und als Folge auch dich selber mehr zu lieben.

7. Hör auf, dich mit anderen zu vergleichen

Social Media sei Dank glauben wir heutzutage alle, dass es das perfekte Leben gibt. Aber das ist natürlich nicht so, weil du ja von jedem nur die Zuckerseiten im Leben mitbekommst. Mach dir bitte klar, dass all die scheinbar perfekten Menschen auch mit sich hadern und Selbstzweifel in sich tragen.

Beim Vergleich mit anderen können wir selbst fast nur verlieren. Auch weil wir ja nie das komplette Leben einer anderen Person sehen, unser eigenes Leben aber schon. Deshalb tu dir den Gefallen und hör auf damit, dich mit anderen zu vergleichen – oder würdest du einem guten Freund immer sagen, dass alle anderen Menschen viel besser sind als sie? Also tu das auch nicht mit dir selbst.

Der einzige Vergleich, der erlaubt ist, ist der Vergleich mit dem Menschen, der du gestern warst. Und ziele hier auf mehr Selbstliebe, mehr Selbstmitgefühl und mehr Selbstakzeptanz.

8. Es muss dich nicht jeder gut finden

Wenn wir die Bestätigung durch andere brauchen, kann es uns zwar beflügeln, schneller unsere Ziele zu erreichen. Doch wir werden dadurch auch abhängiger von der Zustimmung anderer.

Mach dir klar: Ob andere dich gut finden oder nicht, spielt in den meisten Fällen keine Rolle. Es verbessert dein Leben nicht. Du verdienst dadurch nicht mehr Geld. Du wirst dadurch nicht gesünder. Du bekommst nicht mehr von dem, was du wirklich brauchst. Was die vielen Menschen da draußen von dir denken ist in der Realität erstaunlich unbedeutend. Es spielt nur in deinem Kopf eine Rolle.

Zufriedenes Paar
Umgib dich mit den Personen, die dir dabei helfen, dich selbst zu akzeptieren und zu lieben.

Es reicht, wenn dich deine Lieben und ein paar wichtige Bezugspersonen gut finden. Und wenn dich jemand doof findet, dann passt dieser Mensch eben nicht zu dir. Das ist ok. Du findest ja auch nicht alle anderen Menschen gut. Versuche also nicht alle Menschen auf der Welt dazu zu bewegen, dich zu lieben und zu respektieren. Das wird nicht passieren. Mach deinen Frieden damit und lerne dich selbst zu lieben.

9. Tu, was du liebst

Das, was du am meisten liebst, was dich am tiefsten erfüllt und was du am besten kannst, das ist deine ganz individuelle Gabe. Und das muss nichts Großes sein – wie Mozart-Sonaten perfekt am Klavier zu spielen. Jeder Mensch hat eine oder oft mehrere Begabungen und Interessen, die ihn oder sie einzigartig machen und dabei helfen, sich selbst lieben zu lernen.

Wenn du dir deiner ganz persönlichen Gabe noch nicht bewusst bist, dann forsche nach und überlege gründlich, was du mit der meisten Liebe und Hingabe tust, denn das ist das, was du besonders gut kannst.

  • Was könntest du am liebsten rund um die Uhr und jeden Tag machen?
  • Was macht dich so richtig glücklich?
  • Und was bringt dein Herz zum Schlagen und Deine Augen zum Leuchten?

Du fragst dich jetzt vielleicht, was das mit Selbstliebe lernen zu tun hat. Ich sage dir: vieles. Denn wenn du etwas machst, bei dem du voll aufgehst, dann schenkst du dir selbst positive Gefühle. Und diese positiven Gefühle entstehen umso mehr, weil du aktiv etwas dafür tust.

10. Sei mutig

All diese Tipps erfordern Einiges an Mut. Aber dieser Mut wird belohnt, denn wenn du immer wieder über deinen Schatten springst, Neues versuchst und dazulernst. Dann kannst du eigentlich alles schaffen – auch die Sache mit der Selbstliebe. Denn jeder Mensch hat es verdient, geliebt zu werden, und diese Liebe muss bei dir selbst beginnen.

Komm in die Selbstliebe, denn du hast es verdient

Wie kann man sich selbst lieben? So sollte deine Frage jetzt nicht mehr lauten, sondern vielmehr: Wie kann man sich selbst nicht lieben? Denn deine Selbstliebe zu feiern und deine Selbstzweifel zu überwinden, das ist eines  der schönsten Geschenke, die du dir machen kannst!

Deshalb fang am besten gleich damit an: Die Selbstliebe-Tipps und -Übungen hier sind dafür der perfekte Einstieg. Der eine oder andere hat auch mir dabei geholfen, mich selbst zu lieben und anzunehmen. Also trau dich und versuche es.

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