Dankbarkeitstagebuch: Dankbar sein macht glücklich

 

» Mit dem Dankbarkeitstagebuch sorgst du jeden Tag ganz automatisch für einen Glücks-Effekt. Denn: Dankbarkeit macht glücklich.  «

Worüber hast du dich heute schon aufgeregt? Was hat dich genervt?

Und worüber hast du dich schon so richtig gefreut? Wofür warst du dankbar?

Ich bin mir fast sicher, dass dir zu den ersten beiden Fragen so ganz spontan viel mehr einfällt als zu meiner dritten und vierten Frage.

Unser Alltag wird beherrscht von Routine und Pflichten. Und viele von uns haben das Gefühl, dass sie ganz viele Stunden am Tag einfach funktionieren müssen. Alles, was da den Ablauf stört oder unseren Plänen im Wege steht, bekommt meistens viel Aufmerksamkeit von uns.

Dann regt man sich schon morgens auf, weil der Zug mal wieder Verspätung hat.

Ist gestresst, weil der Kopierer so kurz vor der wichtigen Besprechung schon wieder nicht vernünftig funktioniert. Empfindet es als Ohrfeige des Schicksals, dass beim Einkaufen gerade das ausverkauft ist, was man sich eigentlich zum Abendessen gönnen wollte.

Und sitzt dann mit dem Partner am Tisch und berichtet von dem schlechten Tag und all den Ungerechtigkeiten des Lebens.

Sei öfter dankbar

Wahrscheinlich wird man nicht erwähnen, wie toll es war, dass man heute ausnahmsweise mal einen Sitzplatz im Zug bekommen hat.

Oder dass eine Kollegin netterweise geholfen hat, den Papierstau im Kopierer zu beheben, und daraus ein nettes Gespräch entstanden ist.

Oder dass das Ersatzessen eigentlich ganz gut ist … vielleicht sogar besser als der ursprüngliche Plan.

Die positiven Dinge in unserem Leben nehmen wir oft für selbstverständlich hin und übersehen entsprechend oft das, was gut und schön ist.

Dabei ist eine Erkenntnis der Glücksforschung, dass vor allem die Menschen glücklich sind, die das Schöne in ihrem Leben bewusst sehen und sich immer wieder vor Augen führen, wofür sie dankbar sein können.

„Dankbarkeit ist der schnellste Weg zum Glück“

– Barry Neil Kaufman, Psychologie-Professor

Deshalb haben wir der Dankbarkeit auch eine ganze Ausgabe in unserem Lebensfreude-Kurs geschenkt. Und wir möchten dir heute eine Übung vorstellen, die dir vielleicht schon bekannt, aber einfach unschlagbar wirkungsvoll für dein persönliches Glücksempfinden ist.

Das Dankbarkeitstagebuch

Um in Zukunft den Fokus etwas mehr auf die schönen Dinge im Leben zu lenken, für die wir dankbar sein dürfen, braucht es eine gehörige Portion Achtsamkeit.

Dabei kann dir ein Dankbarkeitstagebuch helfen. Also ein Buch, in das du jeden Tag – möglichst abends – hineinschreibst, wofür du an genau diesem Tag dankbar sein darfst.

Wenn ich an ein „normales“ Tagebuch denke, dann sind das meistens eher Sorgen und Nöte, die mir Anlass geben, in mein Tagebuch zu schreiben.

Und sobald es mir wieder gut geht und ich mir meinen Frust nicht mehr von der Seele schreiben muss, werden auch die Einträge in meinem Tagebuch weniger.

Dein Dankbarkeitstagebuch soll sich ganz bewusst von einem normalen Tagebuch unterscheiden, denn hier schreibst du wirklich nur die guten Dinge auf. Egal wie viele negative Dinge sonst so passiert sind.

Das ist nicht immer einfach. Wenn man in einer wirklichen Lebenskrise steckt und das Leben gerade viel Schmerz verursacht, ist man oftmals blind für die kleinen schönen Dinge im Leben.

Und doch gibt es gerade in dieser Zeit auch Dinge, für die man dankbar sein darf. Für jeden Moment, den man mit einem geliebten Menschen verbringt, der vielleicht schwer krank ist. Oder zum Beispiel für liebe Freunde, die uns zuhören und beiseite stehen, wenn wir durch schwierige Zeiten gehen.

Und gerade in diesen Lebenssituationen ist es wichtig, ganz gezielt nach diesen kleinen Lichtblicken zu suchen, sie wahrzunehmen und zu schätzen. Und die gehören dann ins Dankbarkeitstagebuch.

Auch ohne große Lebenskrise gibt es immer etwas, womit man die positiven Dinge im eigenen Leben entwerten oder abschwächen kann. Entscheidend ist, worauf du dich konzentrieren willst: auf das, was gut ist, oder auf das, warum die Sache noch nicht perfekt ist.

Vielleicht sagt dir das Gesetz der Anziehung etwas. Dieses Gesetz besagt, dass wir genau das anziehen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Wenn wir also z. B. immer nur unsere Aufmerksamkeit auf unseren Schmerz im Leben richten, dann ziehen wir nur noch mehr Schmerz an.

Wenn wir unsere Aufmerksamkeit aber auf das Positive in unserem Leben richten, dann ziehen wir umso mehr Positives an.

Trag in dein Dankbarkeitstagebuch jeden Abend ein, wofür du dankbar warst.

Um den Dingen, für die du dankbar sein könntest, auf die Spur zu kommen, kannst du dir folgende Fragen stellen:

  • Was gibt es Gutes in meinem Leben?
  • Was ist heute Schönes passiert?
  • Was würde mir fehlen, wenn ich es nicht mehr hätte?
  • Was hat mich heute zum Lächeln gebracht?
  • In welchen Bereichen geht es mir besser als anderen Menschen?
  • Was hat mir Freude gemacht?

Und dann schreib deine Erkenntnisse täglich in dein Dankbarkeitstagebuch.

Also, noch einmal ganz konkret:

  • Besorg dir ein Notizbuch, das du zu deinem neuen Dankbarkeitstagebuch erklärst, oder druck dir dieses Formular aus unserem Lebensfreude-Kurs aus und leg einen Ordner an, den du als dein Dankbarkeitstagebuch nutzt.
  • Vereinbare mit dir einen täglichen Termin. Am besten abends, weil du dann zum Ende des Tages den Fokus auf die schönen Dinge richtest, die dir im Laufe des Tages begegnet sind. Vielleicht kannst du es zur Erinnerung auf deinen Nachtschrank oder auf dein Kopfkissen legen.
  • Beantworte dir täglich (!) die drei folgenden Fragen:
    – Was gibt es Gutes in meinem Leben?
    – Was würde mir fehlen, wenn ich es nicht mehr hätte?
    – In welchen Bereichen geht es mir besser als anderen Menschen?
  • Und dann erfreue dich täglich an dem, was gut in deinem Leben ist, und lass dieses Gefühl einfach zu – egal wie viel Schlechtes es in deinem Leben gibt.

Denk daran: Sich auf die Dinge zu konzentrieren, für die man dankbar ist, macht uns glücklicher und zufriedener. Und deshalb kann man diese Übung gar nicht oft genug machen 😉

Ich wünsche dir viele Momente, Menschen und Dinge, für die du dankbar sein darfst – und eine ordentliche Portion Achtsamkeit, um diese Dinge auch zu erkennen.+

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