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Gefühle: Was tun, wenn ich mich schlecht fühle?

Nicht wenige von uns haben ein eher angespanntes Verhältnis zu ihren Gefühlen. Klar, wir alle finden es prima, wenn wir uns gut fühlen. Freudige Erwartung, glücklich verliebt sein, Spaß, Lust, Neugier, stolz auf sich sein … – all das sind willkommene Empfindungen. Gefühle wie Enttäuschung, Angst, Traurigkeit, Druck, Wut, Ärger, Anspannung oder Verwirrung erleben die meisten von uns dagegen nicht so gerne.

Deswegen schieben wir diese Gefühle lieber weg und verdrängen sie. Und genau daraus entstehen dann eine ganze Reihe höchst vertrackter Probleme. Denn, ohne es zu wissen, machen wir Gefühle leider immer stärker und stärker, indem wir sie wegdrücken, verneinen und verdrängen. Sie wachsen unter der Oberfläche und treiben Blüten, die dann deutlich schlimmer sind als das ursprüngliche unangenehme Gefühl:

  • Jemand der sich zum Beispiel weigert, seine Angst zu spüren, hat einsdreifix eine Angststörung an der Backe.
  • Oder jemand, der aus Einsamkeit nicht mehr aufhört zu essen, traut sich wegen seiner Breite irgendwann gar nicht mehr aus dem Haus und wird so noch einsamer.
  • Oder wir stumpfen gefühlsmäßig durch ständige Verdrängung so ab, dass wir bald gar keine Gefühle mehr empfinden, auch die angenehmen Gefühle nicht mehr.
  • Und in der psychosomatischen Medizin geht man davon aus, dass verdrängte und verneinte Gefühle die Ursache hinter vielen körperlichen Krankheiten sind.

Verdrängen und Verneinen sind also keine besonders glücklichen Lösungen für den Umgang mit unangenehmen Gefühlen.

Dabei hat der Schmerz einen schlechteren Ruf, als er es verdient. Es ist im Normalfall keine große Sache, wenn man mal traurig ist, sich einsam oder auch mal leer fühlt. Die meisten Gefühle verschwinden sogar relativ schnell von alleine wieder, wenn wir bereit sind, ihnen wirklich Raum zu geben und sie wirklich zu fühlen. D.h. um ein Gefühl loszuwerden, müssen wir bereit sein, es zuzulassen und zu fühlen.

Der Weg aus einem Gefühl heraus geht also mitten durch es hindurch!

Verneinung und Verdrängung sind leider unsere normalen und automatischen Reaktionen auf unangenehme Gefühle. Das liegt zum einen daran, dass in unserer Happiness-Gesellschaft Traurigkeit oder Schwermut nicht mehr angesagt sind. Aber es liegt auch daran, dass die meisten von uns nie gelernt haben, wie man mit den eigenen Gefühlen auf gesunde Art umgeht.

Der Trick ist, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, ohne sich komplett von ihnen vereinnahmen zu lassen. Dabei können Ihnen folgende Ideen helfen:

  1. Seien Sie bereit, Ihre Gefühle zu fühlen. Erkennen Sie Ihre Gefühle an, indem Sie sich sagen: “Ich fühle mich gerade ängstlich und das ist normal und ok” oder “Ich spüre gerade Traurigkeit und das ist in Ordnung”. Gefühle verschwinden oder lassen nach, wenn wir den Widerstand gegen sie aufgeben und durchlässig für sie werden.
  2. Erinnern Sie sich daran, dass die meisten Gefühle nach einiger Zeit wieder von allein verschwinden, wenn wir bereit sind, sie zu fühlen und wenn wir ihnen Raum geben. Wenn Sie sich morgens traurig fühlen, dann können Sie sich am nachmittag schon ganz anders fühlen.
  3. Machen Sie sich klar, dass Ihre Gefühle und Sie selbst zwei unterschiedliche Dinge sind. Ich bin nicht ängstlich, sondern ich spüre das Gefühl “Angst” im Bauch. Ich bin nicht angespannt, sondern ich fühle das Gefühl “Anspannung” im Nacken. Merken Sie, welchen Unterschied schon allein diese Formulierung machen? Sagen Sie sich immer wieder: Ich bin nicht meine Gefühle, sondern ich spüre sie nur und sie verschwinden auch wieder.
  4. Unsere Gefühle haben zwar einen Einfluss auf unser Handeln, aber wir haben trotzdem die bewusste Wahlmöglichkeit, was wir tun oder lassen wollen. Ich kann trotz des Gefühls Unlust eine Aufgabe erledigen. Ich kann mich auch mit Freunden treffen, wenn ich mich traurig fühle. Ich kann trotzdem respektvoll bleiben, auch wenn ich mich ärgere. Viele Menschen fühlen sich ihren Gefühlen ausgeliefert und von ihnen gesteuert, aber wir können durch Training die sehr enge Kopplung von Gefühl und Handlung kleiner machen. Und dann entsteht zum Beispiel Selbstdisziplin (= Handeln trotz Unlust) oder Mut (= Handeln trotz Angst). Der erste Schritt ist auch hier wieder, die eigenen Gefühle zuzulassen, sie zu spüren und sich im gleichen Zug zu fragen, was jetzt ein sinnvolles und nützliches Verhalten wäre.

Diese 4 Ideen sind ein guter Start, wenn Sie lernen möchten, besser mit Ihren Gefühlen umzugehen. Das erfordert natürlich ein bisschen systematisches Selbst-Training, aber das kennen Sie ja schon. 🙂

Willkommen in meiner wunderbaren Welt.

In diesem Blog geht es darum, als Mensch zu wachsen. Stärker zu werden. Meine Probleme zu lösen und der Mensch zu werden, der ich bin.

Hallo, ich bin Ralf.

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Seit 20 Jahren richte ich mich nach diesen Prinzipien und …

… lebe so ein erfülltes, fröhliches und selbstbestimmtes Leben, wo ich sein darf, wer ich wirklich bin.

Komm mit auf die Reise in meine Welt und lass mich dir diese Ideen zeigen.