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Wenn man nie genug ist

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Haben Sie manchmal das Gefühl, dass es nie genug ist, was Sie tun? Vielleicht sogar, dass Sie selbst nicht genug sind?

Wenn ja, dann willkommen in Club. Das geht nämlich ganz vielen Menschen so.

Dieses Gefühl, dass es nie genug ist, fühlt sich grundsätzlich nicht besonders schön an. Es treibt uns, es setzt uns unter Druck und es hält uns in Bewegung. Aber wenn man dieses Gefühl geschickt kanalisiert, dann sorgt es tatsächlich oft dafür, dass wir ganz viel schaffen, dass wir unsere Grenzen überwinden und über uns hinaus wachsen.

Dieses Gefühl, dass es nie genug ist, ist ein bisschen wie ein Messer. Man kann ganz nützliche Dinge damit tun, aber man kann sich auch damit schneiden. Und das ist es, was vielen passiert.

Denn wenn wir diesem „Es ist nie genug“ freien Lauf lassen, dann kann uns dieses Gefühl das Mark aus den Knochen saugen und uns direkt in einen Burn-Out schicken. Denn wer sich ständig selbst treibt, der vergisst manchmal, dass wir Menschen ziel- und druckfreie Zeiten zum Aufladen brauchen, sonst sind unsere Batterien irgendwann leer.

Dieses Gefühl, dass es nie genug ist, hat manchmal noch einen unangenehmen Effekt. Es kann uns im Extremfall lähmen. Viele Menschen, die an Aufschieberitis leiden, haben übersteigerte und oft unrealistische Erwartungen an sich selbst. Sie gehen also schon im Vorfeld davon aus, dass es nicht genug sein wird, wenn sie etwas erledigen werden. Deswegen fangen sie erst gar nicht an, um dieses Gefühl der Enttäuschung zu vermeiden.

Bei diesem Gefühl, dass es nie genug ist, haben wir also einen dieser klassischen Gegensätze, dass etwas gut und schlecht zu gleich sein kann und dass die Dosierung die Wirkung ausmacht.

Ein gutes Maß dieses Gefühls erzeugt Tatkraft und Motivation und gesunden Ehrgeiz. Zu viel davon erzeugt einen Tunnelblick, Burn-Out, Lähmung und es schickt unseren Selbstwert in den Keller, wenn wir unseren (zu) hohen Ansprüchen nicht genügen.

Ja, solche Gegensätze aushalten zu können – das ist tatsächlich eine überlebensnotwendige Fähigkeiten in der heutigen Zeit.

Ganz kniffelig wird es, wenn Dritte ins Spiel kommen. Wenn uns also unser Lebenspartner oder unser Chef das Gefühl gibt, dass es nie genug ist, was wir tun. Wir Menschen sind ja soziale Tiere und geben etwas auf Meinungen unserer Mitmenschen. Und wenn wir eh schon ein bisschen an unserem fehlenden Selbstwert knabbern, kann es uns verletzen, wenn uns Dritte ständig vermitteln, dass es nicht reicht, was wir tun.

Ob das dann wirklich etwas mit mir selbst und meinem Verhalten zu tun hat oder mit einer übersteigerten Erwartungshaltung bei meinem Chef, Kollegen oder Lebenspartner ist noch mal eine andere Frage.

Wenn ich zum Beispiel in einem Job stecke, der wirklich nicht zu meinen Fähigkeiten passt, dann kann mein Chef ja durchaus recht damit haben, wenn er mir vermittelt, dass meine Leistung nicht ausreicht. Hier hilft eine ehrliche Meinung eines neutralen Dritten, der mir nicht aus Freundschaft nach dem Mund redet.

Oft haben andere Menschen, Chefs, Lebenspartner aber auch einfach hohe Erwartungen an sich selbst. Sie sind sich selbst nicht genug und das übertragen sie dann auf ihre Umwelt. Sie geben den inneren Druck nach außen. Was wieder ein schönes Beispiel dafür ist, dass unsere innere Welt sich meistens in unserer äußeren Welt widerspiegelt.

Falls Sie auch manchmal an dieser „Ich bin nicht genug“-Geschichte leiden, dann gibt es verschiedene Strategien, damit umzugehen:

  • Prüfen Sie doch einmal die Erwartungen, die Sie an sich selbst haben. Am besten setzen Sie sich hin und schreiben auf, welche Ansprüche Sie an sich selbst stellen. Wie genau müssten Sie sein, damit Sie das Gefühl hätten, dass es reicht und dass Sie genug sind?
  • Sortieren Sie die Ansprüche von Dritten an Sie (vom Chef, Lebenspartner, den Eltern etc.) und Ihre eigenen Ansprüche an sich auseinander. Welche sind Ihre wirklichen Ansprüche an sich selbst? Welche haben Sie von Dritten übernommen?
  • Schauen Sie, ob Ihre Erwartungen an sich selbst realistisch sind. Fragen Sie auch vertraute Menschen, ob Sie nicht vielleicht zu viel von sich erwarten.
  • Überlegen Sie, wo es Ihr Leben tatsächlich besser und schöner machen würde, wenn Sie in diesem Bereich wachsen und dazulernen würden. Oft entsteht das Gefühl „Es ist nicht genug“ ja wirklich aus einem Defizit im eigenen Verhalten.
  • Überlegen Sie vielleicht auch, ob Sie am falschen Ort sind, an einem Ort der nicht zu Ihren Fähigkeiten, Stärken und Vorzügen passt. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Sie als kommunikationstarker, menschenorientierter Typ in einem technischen Beruf arbeiten oder wenn Sie als schüchterner Mensch im Verkauf jobben. Am falschen Ort werden Sie vielleicht nie die Chance haben, genug zu sein.

Der Weg heraus aus einem übersteigerten Gefühl, dass man nie genug ist, führt wie meistens über die Achtsamkeit. Über die Achtsamkeit mit sich selbst. Über Achtsamkeit mit dem, was um einen passiert und was das in einem selbst an Gedanken und Gefühlen auslöst. Genauso wichtig ist Achtsamkeit mit den eigenen Bedürfnissen.

Denn je achtsamer Sie mit sich selbst umgehen, desto eher können Sie das Gefühl, dass es nicht genug ist, geschickt für sich nutzen, ohne dass seine Schattenseiten zu sehr zum Tragen kommen.

Trotz allen Schattenseiten kann uns dieses „Es ist nicht genug“ voranbringen, es kann uns zum Handeln motivieren und uns als Mensch wachsen lassen.

Es ist wie meistens im Leben: in der richtigen Dosierung ist nahezu alles nützlich und hilfreich.

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