3 Tipps für eine Morgenroutine, die dir keinen Stress macht 

» Eine Morgenroutine ist der perfekte Start in den Tag. Aber sie kostet dich auch Zeit. Was kannst du tun, damit deine Morgenroutine für dich nicht in Stress ausartet? «

Boa, ich liebe es.

Mit diesem „Jetzt kann’s losgehen“-Gefühl in den Tag zu starten.

Das habe ich meiner Morgenroutine zu verdanken.

Wenn ich morgens schon diese „Ich-Zeit“ hatte, dann läuft der restliche Tag meistens nämlich auch wie geschmiert.

Deswegen ist mir meine Morgenroutine auch heilig.

Bei mir besteht die Morgenroutine meistens aus diesen 4 Sachen:

  1. Rückentraining, um schmerzfrei zu bleiben.
  2. Meditation, um meinen Fokus für den Tag zu schärfen.
  3. Die 3 wichtigsten Prioritäten für den Tag klären.
  4. Und mindestens 1 Stunde an der wichtigsten Priorität arbeiten.

Das ist für mich der perfekte Start in den Tag.

Dann habe ich nämlich das Gefühl, schon so richtig was geschafft zu haben.

Wenn die Morgenroutine dich stresst

Eine Morgenroutine ist eine richtig gute Sache.

Aber eine Morgenroutine ist auch eine Herausforderung.

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Weil sie dich Zeit kostet.

Und weil du vielleicht nicht all das schaffst, was du gern schaffen würdest.

Ich kenne das zumindest von mir so. Am liebsten würde ich während meiner Morgenroutine noch viel mehr machen.

Sport zum Beispiel. Oder mich dehnen. Oder Tagebuch schreiben.

Aber wenn ich das auch noch alles umsetzen wollen würde, dann müsste ich ein paar Stunden früher aufstehen … Oder den ganzen Tag frei haben.

Eine Morgenroutine kann also auch in Stress ausarten.

Entweder, weil es dir schwerfällt, sie einzuhalten.

Oder, weil du das Gefühl hast, du würdest gern noch viel mehr machen.

Vielleicht kennst du das von dir selbst auch.

Vielleicht fühlst du dich manchmal überfordert von den vielen Dingen, die du „tun müsstest“. Und fühlst dich schlecht, weil du nicht alles schaffst.

Warum nicht!?
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Aber eine Morgenroutine soll dir ja was Gutes tun.

Sie soll dich nicht morgens schon stressen oder überfordern. Und dir auch kein schlechtes Gewissen machen, weil du gern noch viel mehr schaffen würdest.

Was kannst du also tun, um das zu vermeiden? Wie kannst du dir eine Morgenroutine schaffen, die dir keinen Stress macht?

1. Schritt: Verschaff dir einen Überblick

Am Anfang ist es immer gut, dir erstmal einen Überblick zu verschaffen.

Frag dich also (am besten schriftlich):

  1. Welche Morgenroutinen hast du im Moment?
  2. Was soll dir die jeweilige Aktivität bringen? Welches Ziel verfolgst du damit genau?
  3. Welche anderen Aktivitäten würdest du am liebsten noch mit in deine Morgenroutine aufnehmen?
  4. Welches Ziel würdest du mit dieser Erweiterung in deiner Morgenroutine verfolgen?
  5. Gibt es in deiner Morgenroutine vielleicht mehrere Aktivitäten, die das gleiche Ziel verfolgen?
  6. Was ist im Moment deine wichtigste Priorität im Leben?
  7. Inwieweit stimmt die Zielrichtung deiner Morgenroutinen mit dieser Priorität überein?

2. Schritt: Deine Morgenroutine mit deinen Zielen abgleichen

Die Fragen helfen dir dabei, Bewusstsein zu schaffen:

  • was du tust
  • warum du es tust und
  • ob deine Aktivitäten mit deinen Prioritäten übereinstimmen oder nicht

So hast du vielleicht schon mal eine erste Idee davon, ob deine Morgenroutine einen roten Faden hat, der mit deinen Zielen übereinstimmt. Oder ob du etwas an deiner Morgenroutine ändern solltest.

Manchmal sind Morgenroutinen ja einfach schon sehr eingefahren. Und du tust manche Dinge vielleicht einfach nur noch aus alter Gewohnheit, obwohl dir andere Sachen inzwischen viel wichtiger sind.

Vielleicht tust du auch mehrere Dinge, die alle auf das Gleiche abzielen. Da könntest du dir dann überlegen, ob du dich nur für eine deiner Aktivitäten entscheidest.

Der Überblick könnte dir also schon mal dabei helfen, deine Morgenroutine ein wenig zu verschlanken und zu „entstressen“.

3. Schritt: Falls deine Morgenroutine immer noch zu lang ist

Es kann jetzt aber auch sein, dass du denkst: Mensch, da steht immer noch total viel auf meinem Zettel. Dafür würde ich morgens immer noch 3 Stunden brauchen.

Im nächsten Schritt kümmern wir uns genau um dieses Problem.

Was kannst du also sonst noch tun, um deine Morgenroutine zu entstressen?

3 Tipps, damit dein Morgen nicht in Stress ausartet

Das größte Problem ist ja meistens der Zeitstress. Vielleicht hättest du morgens eine Stunde Zeit, aber deine ideale Morgenroutine würde 1,5 Stunden dauern.

Was also tun?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten:

Tipp 1: Setz dir ein Datum, damit deine Morgenroutine nie wieder zu viel Zeit braucht

Meiner Erfahrung nach funktionieren Morgenroutinen oft so: Eine Sache macht Spaß und funktioniert und du machst sie weiter. Irgendwann nimmst du eine neue Aktivität mit rein. Die macht auch Spaß und funktioniert. Aber deine erste Morgenroutine, die gibst du deswegen natürlich nicht auf. Also betreibst du jetzt 2 Aktivitäten.

Und so geht es dann immer weiter, bis deine Morgenroutine irgendwann viel zu lang wird. Weil zwar neue Sachen dazukommen, du dafür aber nichts rausschmeißt.

Eine gute Möglichkeit, um diese Falle zu vermeiden, ist es, deine Morgenroutine zu begrenzen.

Also von Anfang an zu sagen: Ich nehme die neue Aktivität erstmal nur für die nächsten 30 Tage in mein Programm. Wenn du sie erstmal mit so einem „Verfallsdatum“ versiehst, dann fühlst du dich auch nicht gezwungen, sie danach für immer weiterzumachen.

Der Vorteil: Du triffst bewusste Entscheidungen für oder gegen deine Morgenroutinen und übernimmst sie nicht automatisch.

Tipp 2: Sei flexibel und mache genau das, was du gerade brauchst

Eine Möglichkeit ist, deine Morgenroutine flexibel zu gestalten.

Die Routine besteht dann erstmal nur darin, dass du dir morgens Zeit für dich selbst nimmst.

Wie du die Zeit dann aber genau nutzt, das entscheidest du ganz spontan. Je nachdem, was du in dem Moment gerade brauchst.

Du könntest dir vorher einfach einen Pool von z. B. 3 Aktivitäten zusammenstellen, aus denen du dann auswählst.

Du kannst dich dann einfach morgens fragen: Was brauche ich heute, damit ich mich gut fühle? Und dann suchst du dir beispielsweise 2 Aktivitäten aus, die du heute in deiner Morgenroutine machst.

Das hat den Vorteil, dass deine Morgenroutine extrem abwechslungsreich wird. Und dass du genau das tun kannst, was heute dir heute guttut.

Tipp 3: Mach alles, aber im Wechsel

Diese Idee kennst du vielleicht aus dem Sport und der Trainingslehre. Da trainierst du ja auch nicht jeden Tag immer wieder die gleichen Muskeln. Weil die Belastung für die Muskulatur dann zu kurz aufeinander folgt.

Deshalb gibt es ja sogenannte Split-Pläne. Da machst du am Montag Übung A, Dienstag Übung B und Mittwoch dann wieder A. Und immer so weiter im Wechsel.

Dieses Prinzip könntest du grundsätzlich auch für deine Morgenroutine anwenden.

Denn wer behauptet eigentlich, dass du deine Meditation, dein Rückentraining, dein Dehnprogramm jeden Tag durchführen musst?

Meditation z. B.: Die tut dir auch gut, wenn du sie nur jeden zweiten Tag praktizierst. Und so dürfte es bei den meisten anderen Sachen auch der Fall sein.

Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit für dich, doch alles unter einen Hut zu bekommen. Indem du dir selbst eine „Split-Morgenroutine“ baust. Der Vorteil: Du musst nichts aufgeben. Du sparst trotzdem Zeit. Und es bringt Abwechslung rein.

Entwickle dein eigenes System

Jetzt hast du ja schon mal ein paar Ideen, wie du deine Morgenroutine so verändern könntest, dass sie nicht mehr in Stress ausartet.

Die wirkliche Königsdisziplin ist aber, wenn du dein eigenes, ganz individuelles System entwickelst.

Denn eine Morgenroutine ist wirklich eine ganz super Sache, wenn sie dich nicht unter Druck setzt.

Deswegen …

  1. Verschaff dir einen Überblick.
  2. Gleich deine Morgenroutine mit deinen Zielen ab.
  3. Entstresse deine Morgenroutine mit den 3 Tipps.

Entwickle deine ganz persönliche Morgenroutine. Eine, die zu dir passt wie ein Maßanzug.

Jetzt hast du ein paar praktische Strategien, wie du deine Morgenroutine so anpassen kannst, dass sie dich nicht mehr überfordert.

Wie ist das bei dir? Hast du eine Morgenroutine? Was tust du, damit sie dir nicht über den Kopf wächst?

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