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Systemaufstellungen als Selbstcoaching-Instrument

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Bestimmt haben Sie schon von System- oder Familienaufstellungen gehört. Das ist eine therapeutische Maßnahme, um ein Problem besser zu verstehen und neue Lösungsansätze zu finden. Das Ganze funktioniert, indem man die eigenen Beziehungen zu all den Menschen sichtbar macht, die irgendwie mit einem Problem zu tun haben.

Konkret funktionieren Systemaufstellungen so:

  • Man braucht eine Gruppe von Menschen, einer davon ist der Aufsteller (das ist derjenige mit dem Problem).
  • Der Aufsteller wählt aus der Gruppe der anderen Menschen Stellvertreter für Schlüsselpersonen aus, die irgendwie mit dem Problem zu tun haben. Ein Stellvertreter kann beispielsweise für den eigenen Chef stehen oder für die Mutter oder für den Bruder. Also für irgendjemanden, der mit zum Problemthema dazugehört.
  • Der Aufsteller sucht sich dann eine Position im Raum, wo er sich selbst hinstellt oder hinsetzt, oder er wählt für die eigene Person auch einen Stellvertreter.
  • Dann ordnet der Aufsteller wortlos all die Stellvertreter um sich oder um seinen persönlichen Stellvertreter herum an und wählt auch, in welche Richtung all die Stellvertreter schauen. Die Anordnung der Stellvertreter sagt dann oft schon viel über das Beziehungsgefüge aus.
  • Im nächsten Schritt kann der Aufsteller und/oder der Leiter der Aufstellung den Stellvertretern noch einige Fragen stellen, um die Gefühls- und Beziehungsmuster zwischen den aufgestellten Menschen genauer zu beleuchten.

Und durch die Aufstellung und die Fragen und Antworten entstehen oft erstaunliche Erkenntnisse, die dem rationalen Verstand so nicht zugänglich gewesen wären.

Fragen Sie mich nicht, warum das funktioniert, aber bei so einer Aufstellung erkennt man tatsächlich oft Muster, Glaubenssätze oder alte Wunden, die man von alleine nicht gesehen und bemerkt hätte.

Aufstellungen sind eine wirklich mächtige therapeutische Möglichkeit. Wenn sie gut gemacht sind und wenn der Aufstellungsleiter weiß, was er tut. Was leider oft nicht der Fall ist, aber das ist ein anderes Thema.

Für Aufstellungen braucht man andere Menschen

Der große Nachteil an solchen Aufstellungen ist, dass man immer eine größere Gruppe von Stellvertretern parat haben muss, wenn man ein Problem genauer beleuchten will.

Und wenn man so wie ich ein bekennender Selbstcoach ist, dann will man das mit den Aufstellungen auch mal alleine hinbekommen. Deswegen habe ich ein bisschen experimentiert und ich bin im Selbstversuch tatsächlich zu ganz passablen Ergebnissen gekommen.

Das Ganze funktioniert so: Statt mit menschlichen Stellvertretern zu arbeiten, benutzen Sie als Stellvertreter für Ihre Aufstellung Figuren.

Zum Beispiel:

  • Schachfiguren
  • etwas größere Brettspielfiguren (Mensch-ärger-Dich-nicht-Spielfiguren sind zu klein und fisselig)
  • oder Playmobil-Figuren – ich habe meine von früher dooferweise alle verschenkt, jetzt könnte ich sie gebrauchen 🙂

Wenn Sie Geld investieren möchten: Es gibt sogar einen Anbieter in Österreich, der Figuren für Aufstellungen im Einzelcoaching anbietet, die kann man auch benutzen.

Low-Budget-Aufstellungsfiguren selbst basteln

Ich habe mir für meine Experimente und für diesen Artikel hier einfach aus Papier kleine Aufstellungsfiguren gebastelt.

Das geht so:

Nehmen Sie sich dazu einfach ein A4-Blatt Papier, falten Sie das Papier 5-mal jeweils in der Mitte, so dass 32 Rechtecke entstehen. Dann markieren Sie das Papier so, wie Sie es in der folgenden Grafik sehen:

Aufstellung Bild 1

Die gestrichelten Linien schneiden Sie und die durchgezogenen Linien falten Sie.

Aufstellung Bild 2

Nach jedem Falten haben Sie dann jeweils einen kleinen Aufsteller.

Aufstellung Bild 3

Dann noch jeweils eine Figur auf die kleinen Papieraufsteller draufkritzeln, die irgendwie menschenähnlich ist, und schon haben Sie Figuren für sich und Ihre Stellvertreter:

Aufstellung Bild 4

Aufstellung Bild 5

Aufstellungen in Heimarbeit

So, jetzt wissen Sie, wie Sie Stellvertreterfiguren erstellen. Jetzt können wir mit der eigentlichen Aufstellung anfangen.

Schritt 1:

Zuerst wählen Sie ein Problem, das Sie besser verstehen möchten und für das Sie Lösungsansätze suchen.

Zum Beispiel:

  • Wenn Sie Ihr Essverhalten verbessern möchten und das bisher nicht hinbekommen haben.
  • Wenn Sie Stress mit einer Person haben.
  • Oder wenn Sie sich in bestimmten Situationen unwohl fühlen.

Haben Sie Ihr Problem ausgewählt? Prima, dann kann es weitergehen.

Schritt 2:

Schreiben Sie bitte auf, was Sie anstelle des Problems haben wollen. Definieren Sie also ein Ziel. Fragen Sie sich:

  • „Was wäre ein Zustand, in dem das Problem keines mehr wäre?“
  • „Woran würde ich merken, dass ich das Problem nicht mehr hätte?“
  • „Was will ich anstelle des Problems?“

Das Festlegen eines Ziels ist sinnvoll, damit Sie sich nicht zu sehr auf das Problem versteifen, sondern eher ziel- und lösungsorientiert an Ihre Aufstellung herangehen. Sonst kann es schnell passieren, dass man sich gedanklich in seinem Problem verheddert. Richten Sie Ihren Fokus also darauf, was Sie wollen, und nicht so sehr darauf, was Sie nicht mehr wollen.

Schritt 3:

Suchen Sie sich dann einen Ort, an dem Sie die Figuren aufstellen können. Vielleicht einen freien Tisch. Oder Sie setzen sich auf den Teppich.

Schritt 4:

Als Nächstes malen Sie sich eine Figur auf einen der Papieraufsteller, mit der Sie sich selbst darstellen. Malen Sie auf diese Figur noch einen roten Punkt, damit Sie sich selbst später von den Stellvertretern unterscheiden können.

Stellen Sie Ihre Figur (die mit dem roten Punkt) in die Mitte Ihrer Aufstellungsfläche (also zum Beispiel auf den Tisch).

Schritt 5:

Zeichnen Sie nun weitere Figuren und stellen Sie diese dazu. Wenn Sie möchten, können Sie auch den Namen der Person auf den Papieraufsteller schreiben.

Welche Personen diese Figuren repräsentieren, das hängt von Ihrem zu lösenden Problem bzw. von Ihrem Ziel ab.

Fragen Sie sich hier:

  • „Wer hat direkt oder indirekt mit meinem Problem zu tun?“
  • „Wer hat direkt oder indirekt mit meinem Ziel zu tun? Wer könnte hier helfen? Wer behindert mich?“

Hier zählen auch Menschen aus Ihrer Vergangenheit, die vielleicht bereits gestorben sind oder mit denen Sie keinen Kontakt mehr haben.

Oft werden das Familienmitglieder sein, Ihr Vater, Ihre Mutter, Geschwister, Onkel, Tanten oder Kinder. Es können aber auch Bekannte, Kollegen oder Vorgesetzte sein.

Wenn Sie unser Selbstcoaching-Programm mitgemacht haben, dann fragen Sie sich bestimmt, ob man auch innere Personen/Persönlichkeitsanteile aufstellen kann. Die Antwort lautet: auf jeden Fall. Für die Arbeit mit inneren Personen eignet sich diese Vorgehensweise sehr gut. Man kann bei einer Aufstellung sogar innere Personen und reale Personen mischen (zum Beispiel: Was sagt wohl meine Bequemlichkeit zu meinem Bruder?).

Und wo genau stellen Sie die Stellvertreterfiguren hin? Lassen Sie sich hier ganz von Ihrem Gefühl leiten. Stellen Sie die Figuren da hin, wo sie Ihnen richtig erscheinen. Probieren Sie auch ruhig unterschiedliche Positionen aus, indem Sie die Figuren hin und her schieben. Auch die Blickrichtung, in die Ihre Aufsteller schauen, wählen Sie intuitiv aus. Aus der von Ihnen gewählten Position wird sichtbar, wie Sie die Beziehung zu dieser Person empfinden.

Schritt 6:

Haben Sie alle Figuren aufgestellt, die für Ihr zu lösendes Problem/Ihr Ziel eine Rolle spielen? Dann kann es weitergehen …

Schauen Sie einmal aus Ihrer neuen, distanzierten Perspektive auf die Aufstellung. Aus der Art, wie Sie sich selbst zu den anderen Figuren positioniert haben, wird sichtbar, wie Sie die Beziehung zu dieser Person empfinden. Und auch die Positionen der einzelnen Stellvertreter zueinander und zu Ihrem Aufsteller kann viel über das Beziehungsgeflecht aussagen. Fragen Sie sich nun einmal ganz bewusst, warum Sie jede einzelne Figur so aufgestellt haben, wie Sie sie aufgestellt haben. Was sagt die Anordnung der Figuren für Sie aus? Hier können Sie zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen: Vielleicht steht ganz buchstäblich etwas zwischen Ihnen und Person X. Oder vielleicht sehen Sie nun ganz klar, wie sich jemand abwendet, dem Sie eigentlich so nah sein möchten. Aber: Suchen Sie nicht verzweifelt nach einer tieferen Bedeutung. Vielleicht ist ja auch einfach alles in Ordnung in Ihrem Beziehungsgeflecht.

Zudem können Sie jetzt auch den einzelnen Stellvertreterfiguren, aber auch Ihrer eigenen Figur, Fragen stellen. Und erstaunlicherweise werden Sie meistens wissen, was die Person antworten würde. Vertrauen Sie hier Ihrem Gefühl und analysieren Sie nicht zu viel. Geben Sie Ihrer Intuition Raum und lassen Sie sich auch auf ungewöhnliche Antworten ein. Und oft sind das Antworten, die Sie überraschen werden. Durch die neue Perspektive entsteht dann Einsicht und oft sogar eine neue, versöhnliche Perspektive auf Ihre Situation.

Fragen, die Sie an Ihre Figuren richten können, sind:

  • Wie geht es dir da an dieser Position? Wie fühlst du dich?
  • Was denkst du über die Person X in dieser Aufstellung? (X durch den Namen einer anderen Person ersetzen)
  • Woran würdest du erkennen, dass das Problem verschwunden wäre?
  • Was bräuchtest DU, damit das Problem verschwinden würde?
  • Was müsste sich deiner Meinung nach ändern, damit das Problem verschwinden würde?
  • Wer oder was könnte mir helfen, mein Ziel zu erreichen?
  • Was könnte deiner Meinung nach ein kleiner Schritt näher an mein Ziel heran sein?
  • Was ist deiner Meinung nach der größte Engpass/die größte Stolperfalle auf dem Weg zu meinem Ziel?
  • Was bräuchtest DU, um glücklich und zufrieden zu sein?
  • Wonach sehnst DU dich?
  • Was müsste Y dir geben, damit ihr Frieden schließen könntet? (Wobei Y Ihr Name ist)
  • Woran müsste X glauben, damit dieses Problem entstehen konnte?
  • Woran müsste X glauben, damit dieses Problem verschwinden kann?
  • Was würde passieren, wenn Y dir vergeben würde? (Wobei Y Ihr Name ist)
  • Was würde passieren, wenn du X vergeben würdest?
  • Was würde sich ändern, wenn du X mehr achten und respektieren würdest?
  • Was würde sich ändern, wenn X dich mehr achten und respektieren würde?

Sie müssen natürlich nicht all diese Fragen an jeden der Stellvertreter stellen. Und wenn Ihnen andere Fragen einfallen, dann stellen Sie diese unbedingt. Gehen Sie auch bei der Auswahl der Fragen nach Intuition und Gefühl vor.

Stellen Sie die Fragen und horchen Sie in sich hinein, welche Antworten in Ihrem Kopf entstehen. Und wenn Sie eine interessante Erkenntnis gewinnen, dann schreiben Sie Ihre Einsicht am besten sofort auf.

Schritt 7:

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie keine neuen Erkenntnisse gewinnen können, dann ziehen Sie bitte noch ein Fazit Ihrer Aufstellung. Dazu beantworten Sie sich selbst wieder eine Reihe von Fragen.

  • Was genau habe ich über mein Problem verstanden?
  • Wo konnte ich Beziehungen, Verstrickungen und Muster entdecken, die mir vorher gar nicht so bewusst waren?
  • Auf wen konnte ich versöhnlicher und gütiger und verständnisvoller gucken?
  • Habe ich Glaubenssätze entdeckt, die das Problem mit hervorbringen?
  • Konnte ich neue Wege aus dem Problem heraus entdecken?
  • Was sind die nächsten konkreten Schritte, die hin auf mein Ziel führen?
Ein Warnhinweis: Diese „Do it yourself“-Aufstellung hat nicht ganz die gleiche Intensität wie eine Aufstellung mit richtigen Menschen. Aber auch die Aufstellung mit Figuren kann einiges bewirken, was Sie nicht erwarten. Deswegen ist es wichtig, dass Sie für dieses Experiment psychisch hinreichend stabil sind. Wenn Sie gerade in Therapie sind oder darüber nachdenken, eine Therapie zu beginnen, dann möchte ich Ihnen hier abraten, alleine mit diesen Aufstellungen zu experimentieren.

Beenden Sie Ihre Mini-Aufstellung immer mit einem Fazit. Idealerweise legen Sie auch immer die nächsten Schritte fest, die Sie gehen wollen, um die neuen Erkenntnisse zu nutzen. Und am besten gehen Sie auch immer gleich einen kleinen Schritt, um sich selbst zu zeigen, dass Sie es ernst damit meinen, das Problem zu lösen bzw. das Ziel zu erreichen.

Das war es auch schon. So funktioniert so eine selbstgemachte Aufstellung. Ich hoffe, Sie haben mit dieser Selbstcoaching-Methode viele spannende Erkenntnisse.

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