Selbstoptimierung: die Gefahren und ein besserer Wachstumsweg

 

» Selbstoptimierung neu denken. Es geht nicht darum, immer besser und perfekter zu werden. Diese drei Punkte sind stattdessen wichtig.  «

Jetzt müssen die letzten 5 Kilo noch weg.

Ich will noch produktiver werden.

Mein Morgenritual ist auch noch nicht optimal.

Es gibt also einiges, wo ich noch an mir arbeiten muss.

So ein Selbstanspruch macht natürlich Druck. Das Gefühl, nie genug zu sein. Nie angekommen zu sein. Und das kann einen fertigmachen.

Ich persönlich kann mit diesem Druck ganz gut umgehen. Sonst würde ich nicht auf das ganze Selbstoptimierungs-Zeug stehen.

Für mich ist die Unzufriedenheit mein Freund. Ich scheine irgendwie meinen Weg gefunden zu haben. Den Weg, mit dem hohen Anspruch an mich selbst umzugehen, aber das Ganze mit einem ordentlichen Selbstmitgefühl. Das ist irgendwie so passiert, keine Ahnung wie.

Für mich ist das also kein Widerspruch, wenn ich sage „Ich bin o. k., wie ich bin“ und „Da will ich noch besser werden“.

Dass ich da noch nicht optimal bin, das kratzt also nicht an meinem Selbstwertgefühl.

Ich bin o. k.

Wenn ich organisiert und produktiv wäre, dann wäre ich gefährlich. Ja, was wäre alles in meinem Leben möglich, wenn ich meine Energie und Kraft auf die für mich wichtigen Themen lenken könnte? Organisiert sein. Produktiv sein. Mein Zeug souverän auf die Reihe bekommen: Training Selbstorganisation.

Meine Unzulänglichkeit und Unzufriedenheit mit mir ist auch o. k.

Das ist natürlich ein Gegensatz, mit dem du irgendwie umgehen musst, damit dich der Trend der Selbstoptimierung nicht kaputtmacht.

Diese Frage stellt sich niemand und das ist schlecht

Es ist ja auch immer die Frage, warum Selbstoptimierung für dich wichtig ist. Warum du besser werden willst.

In den meisten Fällen wollen wir das, um besser gerüstet zu sein für die große Welt da draußen.

Damit ich besser im Job bin.

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Damit ich beliebter werde und mehr Freunde finde.

Damit ich besser im Haifischbecken da draußen zurechtkomme.

Bei der klassischen Selbstoptimierung geht also darum, dass wir uns besser in die Welt um uns herum einpassen.

Die Welt ist das Puzzle. Und irgendjemand sagt mir: „Das da drüben, das ist die Stelle, wo du reingehörst ins Puzzle.“

Also schraube und feile ich an mir herum, damit ich ein besseres Puzzleteil werde.

Das ist der Weg, der den meisten am leichtesten fällt. Es ist irgendwie auch der sicherste Weg. Weil es die meisten so machen. Und das Gefeile und Geschraube an mir selbst, das gehört halt dazu.

Du musst nur noch überzeugender werden und dich selbst noch besser organisieren. So sagt es jedenfalls mein Chef.

Und eine Frage, die viele nie stellen, ist:

„Ist das wirklich der einzige Weg oder geht das auch anders?“

Und schön, dass du fragst, denn es gibt tatsächlich einen anderen Weg der Selbstoptimierung.

Nicht unbedingt einen besseren Weg. Aber wenn du unter der Last der Selbstoptimierung quietschst, dann kann dieser Weg für dich besser sein.

Finde einen Platz, wo du hingehörst

Also es gibt einen anderen Weg.

Der andere Weg wäre, den Sack der Möglichkeiten noch einmal weiter aufzumachen.

Und im großen Puzzle des Lebens nach einem Platz zu suchen, wo die Passgenauigkeit zwischen dir als Puzzleteil und der Lücke noch besser ist.

Wo du also nicht so viel von deinem Puzzleteil wegnehmen oder anschrauben musst, um die Lücke gut zu füllen.

Wo du eher sein kannst, wie du bist.

Das bedeutet im ersten Schritt, dich selbst als Puzzleteil erst einmal ganz freundlich und liebevoll und neugierig zu betrachten.

Um deine Ecken, Formen, Rundungen und Kanten genau zu erkennen. Um zu erkennen, dass du nicht glatt aussiehst, sondern eher wie ein norwegischer Fjord.

Wenn du den für dich passenden Platz finden willst, musst du genau wissen, wer du bist. Was du brauchst. Was dir wirklich wichtig ist. Was du kannst. Was dich leuchten lässt. Was dir die Energie aus den Knochen saugt. Und warum du tust, was du tust.

Hier ist also eine gute Portion Selbsterkenntnis gefragt. Eine Forschungsarbeit in Sachen der eigenen Persönlichkeit.

Wenn du das hinter dir hast, dann erkennst du, welche Menschen für dich passen. An welchem Ort du am besten aufgehoben bist. Und welche Aufgaben für dich die richtigen sind.

Weil du dich als Puzzleteil gut kennst. Und dadurch kannst du auch deinen Platz im großen Puzzle des Lebens besser erkennen. Den Platz, wo du hinpasst. Wo du nicht mehr so viel an dir rumfeilen musst.

Weil das eben einer der Orte ist, die für dich gemacht wurden.

Und der Weg ist, deinen Platz zu erkennen, dich dahin zu bewegen und deinen Platz dann einzunehmen.

Die einzige Herausforderung hier ist, dass das oft mehr Veränderung bedeutet, was den meisten Menschen ja Angst macht. Aber das ist der Preis, den es hier zu zahlen gilt.

Schaffe dir deine Lücke im Welt-Puzzle

Es gibt noch eine dritte Möglichkeit.

Statt an die Selbstoptimierung auf die Spitze zu treiben und an dir selbst rumzufeilen und zu schrauben, kannst du auch das große Puzzle des Lebens nach deinen Wünschen und Bedürfnissen anpassen.

Indem du die Welt um dich herum veränderst.

Indem du den Ort änderst, an dem du bist.

Indem du die Dinge schaffst, die du gerne in der Welt sehen würdest. Und die du brauchst, um dich wohlzufühlen.

Indem du dir den Beruf schaffst, der genau zu dir passt.

Das kannst du alles tun, statt dich ändern zu müssen. Statt den Platz zu suchen, wo du hinpasst. Stattdessen gestaltest du die Welt um dich herum. Du wirst also schöpferisch.

Du überlegst dir, was du willst und wie du es erschaffen kannst.

Du überlegst dir, was du brauchst und wie du dafür sorgen kannst, dass du es bekommst.

Aber auf eine Art, bei der du dich möglichst wenig verbiegen musst.

Viele Selbstständige leben diesen Weg. Indem sie ihre Talente und ihre Vorlieben nutzen, um etwas Nützliches zu erschaffen. Für Menschen, die sie mögen.

Oder viele digitale Nomadinnen und Nomaden leben diesen Weg und ziehen von Ort zu Ort, dahin wo es ihnen am besten gefällt. Während sie ihren Lebensunterhalt über das Internet verdienen. Als Blogger, Webdesignerin, Programmierer, Lektorin oder Journalist.

Dieser Weg, deine eigene Welt so zu verändern, wie du sie brauchst, das ist der anspruchsvollste Weg.

Hier brauchst du am meisten Selbstverantwortung, denn es gibt hier nur einen, der sich um dein Leben kümmert. Und das bist du selbst. Du darfst und du musst hier alles selbst entscheiden. Und du brauchst auch Ideenreichtum. Und Gestaltungswillen. Und Nehmerqualitäten, wenn eine deiner Ideen sich als schlecht herausgestellt hat. So dass du noch einmal von vorne beginnen musst.

Das ist der anspruchsvollste Weg.

Aber es ist auch der Weg mit den meisten Möglichkeiten. Mit dem größten Potenzial für ein Leben, das optimal zu dir passt.

Es ist der Weg für die, die frei sein wollen.

Der Weg für die, die ihr eigenes Leben führen wollen und nicht das der anderen.

Selbstoptimierung Plus: Du wählst von allem ein bisschen

In der Realität wählen die meisten erfolgreichen Menschen eine Mischung aus den 3 Möglichkeiten.

Ich feile ein bisschen an mir selbst, um die gröbsten Ecken und Kanten des Puzzleteils „Ich“ abzutragen. Da, wo ich mir am meisten im Weg stehe.

Du schaust also, wo deine größten und hinderlichsten Schwächen sind. Und du reparierst diese, so dass sie keinen allzu großen Schaden mehr anrichten.

Gleichzeitig fängst du an, dich im Bereich deiner größten Stärken weiterzuentwickeln, damit du hier immer besser und besser wirst.

Aber alle Schwächen, die jetzt keine großen Sachen sind, die lässt du einfach sein, wie sie sind. Erlaube dir, unperfekt und fehlerhaft zu sein, solange es dir nicht schadet.

Dann suchst du dir einen Platz auf der Welt, der einigermaßen zu dir passt. Also möglichst nicht den Ort, wo deine Schwächen eine große Rolle spielen. Wenn du ein menschenscheuer Typ bist, dann fang also nicht an, als Verkäufer zu arbeiten.

Und wenn du deine wichtigste Persönlichkeitsentwicklung angestoßen hast. Und wenn du dir eine passende Umgebung gesucht hast. Dann kannst du anfangen, deine Umwelt zu formen. Dann kannst du dir die Strukturen schaffen, die optimal zu dir passen.

Ein Wohnort, der perfekt für dich ist. Eine Art zu wohnen, die auf dich und deine Möglichkeiten abgestimmt ist.

Eine Möglichkeit, deinen Lebensunterhalt zu bestreiten, der zu dir und deinen Stärken und Vorlieben passt.

Ein Lebensstil, der mit deinen Rhythmen und deiner Persönlichkeit harmoniert.

Zuerst feilst du dich als Puzzlestück also ein bisschen zurecht.

Dann suchst du dir im großen Puzzle einen einigermaßen passenden Ort.

Und zum Schluss änderst du erst einmal nichts mehr an dem Puzzleteil „Ich“. Sondern du holst das Werkzeug raus und feilst und schraubst dir die Welt zurecht.

Bis du und die Welt richtig gut ineinanderpassen.

Und dann wieder von vorne

Was dann zugegebenermaßen meistens nur ein zeitlich begrenzter Zustand ist. Denn du änderst dich. Die Welt ändert sich. Alles dreht und bewegt sich eben.

Was dann dazu führt, dass du Anpassungen vornehmen musst. Persönlichkeitsentwicklung. Verschiebung deines Ortes. Weiterfeilen an deinem Platz in der Welt.

Denn so ist das nun mal im Leben. Ein ewig währender Kreislauf.

Aber wenn du so vorgehst, ist das Ganze mit der Selbstoptimierung besser zu ertragen. Weil es eben nicht nur immer darum geht, dass du selbst immer besser und perfekter werden musst.

Ich wünsche dir jedenfalls, dass du deinen Weg und deinen Platz findest oder ihn dir erschaffst, so wie es genau richtig für dich ist.

Damit du ein richtig gutes Leben hast.

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