Das Märchen von der traurigen Traurigkeit

Kaum jemand ist gerne traurig. Mit Traurigkeit umzugehen, fällt meist nicht leicht. Doch was hat uns die Traurigkeit zu sagen? Davon erzählt dieses Märchen.

Wenn dein Kopf zu laut ist
und du dir mehr Ruhe, Klarheit und inneren Halt wünschst,
wird dir meine Inspirations-Mail gut tun.
Ein kurzer Impuls pro Woche.
Ehrlich. Berührend.
Ein Moment, der dich wieder zu dir bringt.
.

👉 Hol sie dir hier:

(kostenlos, mehr als 40.000 Leserinnen und Leser)

Wenn du manchmal das Gefühl hast, dich selbst aus den Augen zu verlieren,
ist meine Inspirations-Mail vielleicht genau das Richtige für dich.
Jede Woche ein kleiner Gedanke, der etwas in dir sortiert.
Sanft. Klar.
Und oft genau zur richtigen Zeit.

👉 Hol sie dir hier:

(kostenlos, ehrlich, wohltuend)

Wenn du genug von leeren Motivationssprüchen hast
und dir echte Tiefe, Sinn und Ehrlichkeit im Alltag wünschst,
dann wirst du meine Inspirations-Mail lieben.
Ein kurzer Impuls pro Woche, der wirklich etwas bewegt.
Keine Floskeln.

👉 Hol sie dir hier:

(kostenlos, über 40.000 Leserinnen und Leser)

Wenn du dir mehr Klarheit, Tiefe und Sinn in deinem Alltag wünschst, wirst du meine Inspirations-Mail lieben.

Jede Woche ein kurzer Impuls – ehrlich, berührend und auf den Punkt.

👉 Hol sie dir hier:

(kostenlos, über 40.000 Leser:innen)

Es war einmal eine kleine Frau, die einen staubigen Feldweg entlanglief. Sie war offenbar schon sehr alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Bei einer zusammengekauerten Gestalt, die am Wegesrand saß, blieb sie stehen und sah hinunter.

Das Wesen, das da im Staub des Weges saß, schien fast körperlos. Es erinnerte an eine graue Decke mit menschlichen Konturen.

Die kleine Frau beugte sich zu der Gestalt hinunter und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. „Ich? Ich bin die Traurigkeit“, flüsterte die Stimme stockend und so leise, dass sie kaum zu hören war.

„Ach die Traurigkeit!“ rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit misstrauisch.

„Natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast du mich ein Stück des Weges begleitet.“

„Ja aber…“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?“

„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?“

„Ich…, ich bin traurig“, sagte die graue Gestalt.

Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr. „Traurig bist du also“, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. „Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.“

Die Traurigkeit seufzte tief.

„Ach, weißt du“, begann sie zögernd und auch verwundert darüber, dass ihr tatsächlich jemand zuhören wollte, „es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.“

Die Traurigkeit schluckte schwer.

„Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: ‚Papperlapapp, das Leben ist heiter.‘ und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: ‚Gelobt sei, was hart macht.‘ und dann bekommen sie Herzschmerzen. Sie sagen: ‚Man muss sich nur zusammenreißen.‘ und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: ‚Nur Schwächlinge weinen.‘ und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.“

„Oh ja“, bestätigte die alte Frau, „solche Menschen sind mir auch schon oft begegnet…“

Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. „Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.“

Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel.

„Weine nur, Traurigkeit“, flüsterte sie liebevoll, „ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt.“

Die Traurigkeit hörte auf zu weinen. Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin:

„Aber…, aber – wer bist eigentlich du?“

„Ich?“ sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd. „Ich bin die Hoffnung.“

Von Inge Wuthe, eingesandt
von einem Zeit zu lesen-Leser
leicht umgeschrieben

 

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, wirst du meine Inspirations-Mail lieben.

Einmal pro Woche bekommst du eine kurze Pause geschenkt.
Eine Pause, die deinen Kopf sortiert und dich daran erinnert, was dir wirklich guttut.
Ein ruhiger Moment nur für dich.

👉 Zur Inspirations-Mail

(gratis, über 40.000 Leser:innen)

Wenn dich dieser Artikel berührt hat, wird dir meine Inspirations-Mail gefallen.

Sie schenkt dir einmal pro Woche einen kleinen Moment der Wahrheit.
Drei Minuten, in denen du wieder klar siehst, was dir wichtig ist.
Drei Minuten, die dich zurückholen zu dem Menschen, der du eigentlich bist.

👉 Zur Inspirations-Mail

(gratis, über 40.000 Leser:innen)

Wenn dich dieser Artikel berührt hat, wird dir meine Inspirations-Mail gefallen.

Sie schenkt dir jede Woche einen Moment der Klarheit.
Eine kleine Erinnerung an das, was wirklich zählt.

👉 Zur Inspirations-Mail

(gratis, über 40.000 Leser:innen)

Ich habe den Notfallkoffer für meine Newsletter-Abonnenten geschrieben. 

Du verstehst … also unten einfach meinen Newsletter bestellen, dann kannst du ihn in wenigen Minuten runterladen.

Ist auch gratis und kostenlos.

Du wirst von meinem Newsletter wahrscheinlich schnell süchtig werden. Und wenn nicht, kannst du dich mit einem Klick wieder austragen.