Der Affe als Schiedsrichter

Ein kluger Affe soll als Schiedsrechter für Gerechtigkeit sorgen. Doch Klugheit heißt nicht zwingend auch, selbstlos zu sein. Was bedeutet das für die Streitenden?
Geschichte: Affe als Schiedsrichter

Ein Hund und ein Fuchs erblickten eines Tages gleichzeitig eine dicke, große Wurst, die jemand verloren hatte. Sie konnten sich nicht einigen, wem die Wurst gehörte und so gingen sie zum klugen Affen, der als Schiedsrichter fungieren sollte.

Der Affe hörte den beiden Streithähnen aufmerksam zu und sprach dann: “Die Sachlage ist klar: Jedem von euch gehört genau die halbe Wurst!”

Der Affe teilte die Wurst daraufhin in zwei Teile und legte die Teile auf die Waage. Eines der beiden Stücken war etwas schwerer. Also biss er einen guten Happen davon ab. Wieder legte er die Teile auf die Waage und nun war das andere Teil schwerer. Auch hier biss er wieder ein Stück ab. So ging es immer weiter und weiter, auf dass er zu einer gerechten Lösung kommen würde. Doch die Wurstteile wurden immer kleiner und ehe es sich der Hund und der Fuchs versahen, war die ganze Wurst vom Affen aufgefressen worden.

Mit eingeklemmten Ruten schlichen Hund und Fuchs davon.

Fabel aus Korea, leicht umgeschrieben

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